Systemische Therapie und Beratung (Teil 1)

2-jährige berufsbegleitende Grundweiterbildung

Die Weiterbildung richtet sich vor allem an Personen in psychosozialen Berufen, aber auch an Personen mit Personalverantwortung, Mitarbeiter/innen aus dem Gesundheitsbereich, aus dem Fortbildungsbereich, Personalberater/innen, u. a., die mit spezifischen Zielgruppen, Familien, Paaren oder auch mit einzelnen Klient/innen arbeiten und sich für den systemischen Hintergrund ihrer Arbeit interessieren.

Mit systemischem Hintergrund sind neben den sozialen Systemen auch die historischen Bezüge und die individuellen und gesellschaftlichen Normenstrukturen gemeint.

Die berufsbegleitende Grundweiterbildung ist praxisorientiert und umfaßt einen Zeitraum von etwas über 2 Jahren (mindestens 576 UE) und die Guppengröße beträgt 10–16 Teilnehmer/innen. Die Weiterbildung erfüllt die Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie DGSF und ist anerkannt. Daran können Sie den 1,5 jährigen Aufbauweiterbildungsgang Systemische Therapie anschließen.

Die Weiterbildung ist gleichzeitig Voraussetzung, Teil und Grundlage für unsere Aufbauweiterbildungen in

Einführungsseminar

Kosten: 390,– EUR bzw. 340,– EUR mit Frühbucherrabatt zzgl. Kosten für Übernachtung und Verpflegung (ca. 28 EUR/Nacht) Nach dem Einführungsseminar haben Sie 2 Wochen Bedenkzeit für Ihre Entscheidung, die ganze Weiterbildung zu absolvieren.

Weiterbildung

Dauer: ca. 2 Jahre (mind. 576 UE) Kosten:  4.050,– EUR (ohne das Einführungsseminar) zahlbar in ¼-jährlichen Raten

Wählen Sie einen der untenstehenden Termine. Das Anmeldeformular für das jeweilige Einführungsseminar finden Sie dann auf der Terminseite zum Herunterladen. Einfach ausdrucken, ausfüllen und an uns zurücksenden.

Ausführliche Richtlinien, aktuelle Terminpläne und weitere Informationen schicken wir Ihnen gerne auf dem Postweg zu.

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Aufbau und Inhalte der Weiterbildung

Ziel dieser Weiterbildung ist eine grundlegende Qualifikation für die Beratung von Einzelpersonen, Gruppen, Paaren und Familien. Im Einzelnen geht es besonders darum:

  • systemisches Denken und Handeln in die unterschiedliche Arbeitsweise der Weiterbildungsteilnehmer/innen zu integrieren
  • den Kommunikationsstil zu verfeinern und Gespräche konstruktiv zu führen
  • lösungs- und zielorientierte Interventionen in der Arbeit mit Teams, Familien u. Einzelnen zu entwickeln
  • Beratungs- und Leitungskompetenz zu erweitern
  • die Kooperationsmöglichkeiten in Teams, zwischen Teams und anderen Institutionen zu erweitern
  • durch ein erweitertes Methodenrepertoire die beruflichen Aufgaben flexibler und mit mehr Zufriedenheit zu erfüllen
  • die Eigenverantwortung der Klient/innen zu unterstützen und deren Entscheidungs- und Konfliktlösungskompetenz zu fördern
  • persönliche Entwicklungsschritte in der Selbsterfahrung anzuregen

In der Gestaltung unserer Weiterbildungen legen wir großen Wert auf eine praxisorientierte Vermittlung systemischer Methoden, der systemischen Haltung und der systemischen Theorie. Es ist uns ein Anliegen, dass die Teilnehmer/innen unserer Weiterbildungen diese Inhalte angemessen in ihre beruflichen Kontexte transferieren können.

Systemische Therapie und Beratung
Einführungsseminar
Grundlagen für systemische Arbeit
34,5 UE
6 Theorie- und Methodikseminare inkl. Selbsterfahrung
  • Erstkontakt und Auftragsklärung
  • Kompetenzen im Kontakt
  • Genogramme und Familienrekonstruktion
  • Konfliktberatung und Aspekte von Psychosomatik
  • Ressourcen- und Lösungsorientierung
  • Abschied und Neubeginn
  • Abschlusskolloquium
241,5 UE
3 Praxisseminare
Vorstellung der eigenen Beratungstätigkeit mit Video- und Live-Supervisionen
78 UE

10 Supervisionstage

Supervision für laufende Beratungsprozesse
80 UE
Intervision
Kollegiale Peer-Gruppensupervision
80 UE
Systemische Beratungspraxis
Durchführung eigener systemischer Beratungen
70 UE
Systemische Beratung insgesamt
Abschluss: „Systemische Beratung”
584 UE

Schwerpunkte der Weiterbildung

Neben den Grundlagen systemischer Arbeit (Einführungsseminar 4 Tage) sind Schwerpunkte der Weiterbildung:

Erstkontakt und Auftragsklärung (4 Tage)
Rahmenbedingungen und Ausgangspositionen von Ratsuchenden und Beratenden sind oft entscheidend für den gesamten Beratungsprozess. In diesem Seminar werden Möglichkeiten aufgezeigt, den Erstkontakt klar und wertschätzend zu gestalten. Es werden die typischen systemischen Frageformen geübt, die dazu dienen, das Anliegen deutlich herauszuarbeiten. Diese Anliegen stehen oft in Verbindung mit konkreten Zielen, die im Verlauf der Sitzungen herausgearbeitet werden und schließlich zu einem Auftrag an die/den Berater/in formuliert werden. Ziele und Aufträge können dann im Verlauf des Beratungsprozesses kontinuierlich überprüft werden.
Kompetenzen im Kontext (4 Tage)
Beratungen (und Therapien) finden oft in einem spezifischen Kontext statt, wobei die besondere Fachkompetenz des/der Beratenden gefragt ist. In diesem Seminar wird der Schwerpunkt darauf gelegt, wie diese Kompetenz gut in den systemischen Zusammenhang integriert werden kann. Dazu werden unterschiedliche methodische Vorgehensweisen vorgestellt. Im Vordergrund steht dabei die Erarbeitung der Ressourcen der Ratsuchenden, die ggf. über Perspektivenwechsel und Umdeutung erschlossen werden können. In diesem Seminar wird die Arbeit mit den inneren Systemen (Teilearbeit) dargestellt und geübt und auf dem Hintergrund des Konzeptes vom „inneren Kind“ erläutert. Ziel ist es, dass diese Methoden praxisnah Anwendung in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Teilnehmer/innen finden können.
Genogramme und Familienrekonstruktion (5 Tage)
Um die Vielschichtigkeit von Themen und Prozessen in der Beratung überschaubar und verständlich zu machen, haben sich die grafische Darstellungsmethoden Genogramm und Organigramm bewährt. In diesem Seminar wird demonstriert und geübt, wie und unter welchen Fragestellungen damit gearbeitet werden kann. Vertieft wird diese Arbeit über die Methode der Familienrekonstruktion. Hierin werden historische und soziokulturelle Hintergründe erarbeitet und auf das individuelle Familiensystem bezogen. Betrachtet werden dabei insbesondere Ressourcen innerhalb der Familien, innerfamiliäre Glaubenssätze sowie Familientabus, da diese Elemente häufig die Kommunikation über Generationen hinweg prägen. Ziel ist es, die Familiengeschichte für das Heute und damit verbundene konkrete Fragestellungen zu nutzen.
Konfliktmoderation und Aspekte von Psychosomatik (4 Tage)
Teilweise als Ausgangspunkt, häufig im Verlauf von Beratungen, zeigen sich Konflikte zwischen Personen oder auch innere Konflikte von Personen als zentrale Punkte des Beratungsprozesses. Dabei geht es einerseits oft darum, den Gefühlen, als auch bestimmten Unvereinbarkeiten einen Raum zu geben. Nicht geachtete/ nicht gelöste Konflikte können zu Stress, psychosomatischen Symptombildungen bis hin zu Suchtstrukturen und Depressionen führen. Der Reflexion der Rollen und Positionen der Berater/innen in der Konfliktberatung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Unter diesen Voraussetzungen, die methodisch erläutert werden, können ressourcenorientierte, gesundheitsförderliche neue Konfliktlösungsstrategien sowohl auf der zwischenmenschlichen, als auch auf der innerpsychischen Ebene gefunden werden.
Ressourcen- und Lösungsorientierung (4 Tage)
In diesem Seminar wird aufgezeigt und vertieft, wie viel effektiver es ist, sich mit der Vielschichtigkeit und Vielfältigkeit von Lösungen und Ressourcen zu beschäftigen, anstatt sich in der Problemanalyse zu verlieren. Dazu werden vor allem Konzepte der Kurzberatung vorgestellt. Schwerpunkte des Seminars liegen in der genauen Wahrnehmung mit allen Sinnen, der Aktivierung von Ressourcen, arbeiten mit der „Wunderfrage“, dem „Lebensflussmodell“ und mit Glaubenssätzen, sowie der Integration von Polaritäten.Diese Methoden können Klient/innen darin unterstützen ihre eigenen Potentiale (wieder) stärker zu nutzen.
Abschied und Neubeginn (4 Tage)
Auf der Ebene der beraterischen Arbeit stehen in diesem Seminar Abschiedsprozesse im Mittelpunkt. Thematisch geht es um die Begleitung von Trennungs- und Scheidungssituationen und von Verlusterlebnissen (z.B. von nahestehenden Menschen, von Heimat u.a.). Darüber hinaus geht es um die Frage, wie Beratungsprozesse gut abgeschlossen werden können und um Fragen zur Neuorientierung der zu beratenden Systeme. Auf der Ebene der Weiterbildungsteilnehmer/innen wird die Orientierung und Positionierung in Teams und Kooperationszusammenhängen thematisiert.  Die persönliche sowie berufliche Planung und Entwicklung der Teilnehmer/innen findet ebenso Beachtung, wie berufspolitische und rechtliche Themen, die im Zusammenhang mit der beraterischen und therapeutischen Praxis stehen.
3 Praxisseminare (3 x 3 Tage)
Zwischen den inhaltlichen Seminaren gibt es 3 Supervisionsseminare, in denen die Weiterbildungsteilnehmer/innen ihre beratende Arbeit (live) vorstellen und dabei von erfahrenen Trainer/innen supervidiert werden. Die Gruppe nimmt im Reflecting Team bzw. in Teamsupervision unterstützend und konstruktiv an diesem Supervisionsprozess teil.Der Schwerpunkt der Supervision liegt auf einer ressourcenorientierten, unterstützenden Supervision, um Lernen durch Tun zu fördern. Dabei wird die Interaktion der Berater/innen mit dem ratsuchenden System in der Live-Supervision reflektiert, so dass für alle Beteiligten differenzierte Erfahrungen und Entwicklungen möglich sind.
Supervisionstage (10 einzelne Tage)

Zwischen den mehrtägigen Veranstaltungen finden regelmäßig von Trainer/innen geleitete Supervisionstage statt. An diesen Tagen können Fragestellungen und Probleme in der Arbeit mit Klient/innen aufgearbeitet werden, Live-Sitzungen stattfinden oder auch weitere Fragen geklärt werden.

Eigenverantwortliche systemische Beratungsarbeit (70 UE)
Während der Weiterbildung (bzw. bis 2 Jahre nach dem Abschlusskolloquium) sind insgesamt mindestens 70 UE eigenverantwortliche systemische Beratungsarbeit im Rahmen der beruflichen Tätigkeit oder freiberuflich zu leisten, die von den Teilnehmer/innen dokumentiert werden. Diese Beratungsarbeit wird an den regelmäßig stattfindenden Supervisionstagen und während der Praxisseminare supervidiert.
Kleingruppen-Intervision (80 UE)
Etwa einmal monatlich treffen sich die Teilnehmer/innen in selbstorganisierten Kleingruppen zu je 3 – 4 Personen, um eigenverantwortlich die Methodik zu üben und die eigene Kompetenz zu erweitern.
Abschlusskolloquium
Im Abschlusskolloquium gilt es, Beratungsverläufe vorzustellen und mit der Weiterbildungsgruppe zu reflektieren und sich gegenseitig auf verschiedenen Ebenen Rückmeldung zu geben. Bei erfolgreichem Abschluss wird ein Zertifikat verliehen, mit dem dann die Anerkennung als Systemische/r Berater/in (DGSF) beantragt werden kann.

Veranstaltungsorte

Die Weiterbildungen finden in einem umgebauten Bauernhaus am Fuße der Schwäbischen Alb, einem gemütlichen Selbstversorgungshaus in Hechingen-Schlatt, sowie in unseren Praxisräumen in Rottenburg nahe der Altstadt statt.

Seminarhaus Am Kirchenköpfle 3 · 72379 Hechingen-Schlatt

Seminarhaus

Gruppenraum der Praxis Schuhstraße 4 · 72108 Rottenburg

Praxis

Einführungsseminar

Kosten: 390,– EUR bzw. 340,– EUR mit Frühbucherrabatt zzgl. Kosten für Übernachtung und Verpflegung (ca. 28 EUR/Nacht) Nach dem Einführungsseminar haben Sie 2 Wochen Bedenkzeit für Ihre Entscheidung, die ganze Weiterbildung zu absolvieren.

Weiterbildung

Dauer: ca. 2 Jahre (mind. 576 UE) Kosten:  4.050,– EUR (ohne das Einführungsseminar) zahlbar in ¼-jährlichen Raten

Wählen Sie einen der untenstehenden Termine. Das Anmeldeformular für das jeweilige Einführungsseminar finden Sie dann auf der Terminseite zum Herunterladen. Einfach ausdrucken, ausfüllen und an uns zurücksenden.

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